Claudio Monteverdi: Vespro della beata Vergine

[Besetzung: SSAATTTBB, 12 Instrumentalisten, Leitung]

Konzertkritiken

 

Beauté contemplative

Sous la direction aussi précise que stylistiquement juste et historiquement inspirée de Konrad Junghänel, l'ensemble vocal, entouré par les trombones et trompettes festives du Concerto Palatino et un groupe de cordes d'une grande subtilité, ont su refléter une lumière intérieure concentrée, reflet d'un autre temps.
Les chanteurs, tout en gardant les diverses couleurs de leurs timbres, étaient au service d'un même idéal musical; leurs voix claires, leur précision virtuose dans les vocalises, leurs phrasés avaient une qualité merveilleusement instrumentale; - ils ont insufflé vie aux textes tout en gardant la beauté d'un style limpide. (...)
Les artistes qui nous ont fait retrouver la réalité sonore de la musique ancienne, dans une synthèse authentique qui rejoint notre présent, méritaient amplement l'enthousiasme du public.
Hilda van Heel, Luxemburger Wort, 31.05.2010

Marienvesper als rauschendes Fest der Sinne - Stimmen-Festival

Wenn Cantus Cölln, verstärkt durch das Zinken- und Posaunenensemble Concerto Palatino, das Werk aufführt, wird es zu einem packenden, vom ersten bis zum letzten Ton fesselnden rauschenden fest der Sinne, und die Vermutung liegt nahe, dass es für Claudion Monteverdi genau dies sein sollte…
David Wohnlich, Basler Zeitung, 8.7.2003

Unverwechselbares Profil - Stimmen-Festival

...Insgesamt ein Kollektiv von Sängern, das eine phänomenale Klangkultur vorführt, einen perfekt abgemischten Ensembleklang, präzise Intonation und dort, wo es auf die affekthafte Deklamation ankommt, die nuancierte Gewichtung einzelner Stimmen. Spannende theatralische Effekte brachten die Frage- und Antworttopoi der (hinter dem Vorhang gesungen) Echoszenen im Audi coelum und die halsbrecherischen Koloraturen im Duo Seraphim. Der Cantus Cölln bringt diese Rhetorik in der Musik zum Sprechen. Es gelingt den Interpreten, dass alles ganz natürlich, ganz leicht, mit virtuos geführten Stimmen und großer gesanglicher Wärme rüberkommt.

Sehr feinsinnig war auch der Instrumentalpart mit dem Concerto Palatino besetzt. Hier sind mit dem Zinken- und Posaunenensemble von Bruce Dickey Blechblässerexperten für Alte Musik am Werk. Also eine an der authentischen Interpretationspraxis geschulte Aufführungsart, dem historischen Prinzip von Abwechslung und Kontrast folgende, aber unpuristisch und nicht mit Gewalt historisierend. Der „göttliche Claudio“ und seine Experten wurden also zu Recht mit Ovationen gefeiert.
Oberbadisches Volksblatt, 8.7.2003, Jürgen Scharf

Beispiele

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